Freitag, 31. Dezember 2010

Nr. 22 Niagara

Die Weihnachtsfeiertage sind vorbei und es hat mich gleich wieder in den Fingern gejuckt, im alten Jahr doch noch schnell ein Seifchen zu machen.

Von der Trichtertechnik im Dividor war ich bei meiner letzten Seife sehr beeindruckt, deshalb sollte es nochmal diese Technik werden.

Außerdem habe ich noch gelesen, dass sich Margarine gut in einer Seife macht, vor Allem als Ersatz für Sonnenblumenöl. Das habe ich jetzt gleich mal ausprobiert.

Verwendete Öle:
Palmöl
Kokosöl
Rapsöl
Erdnussöl
Margarine
Kakaobutter
Mandelöl
Rizinusöl
einen Rest Traubenkernöl

Duft:
Sandelholz und Herbs-Ex

Farbe: Blaupaste, violett farbstark (mit etwas rot aufgehellt), ultramarinblau, schwarz

Der Leim war schön flüssig und ließ sich toll trichtern. Warum die Seife dann so rau und wellig wurde, kann ich nicht sagen.

Nachdem ich eine Schicht abgehobelt habe, war die Welt aber in Ordnung und meine neue Seife gefällt mir sehr. Ich habe sie Niagara genannt.











In diesem Zuge ist noch eine zweite Seife entstanden. Die zeige ich dann morgen.

Vielen Dank für Eure Blogbesuche und lieben Kommentare (über die ich mich immer besonders freue) und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Samstag, 20. November 2010

Nr. 21 La Sonrisa

Nach meinem Haggis-Fiasko wollte ich unbedingt auch gleich eine schöne Seife sieden.

Sonrisa heißt sie.

Verwendete Öle:
Palmöl
Kokosöl
Rapsöl
Erdnussöl
Maiskeimöl
Rizinusöl
Traubenkernöl
Kakaobutter

Farben: unraffiniertes Palmöl, Pigment orange, Pigment rosenrot

Duft: Olive Lush

Es hat alles toll geklappt. Sie ist genauso geworden, wie ich es mir vorgestellt habe. Die Farben sind wunderschön geworden, der Duft Olive Lush sowieso ein Traum. Ich war dann doch sehr glücklich über meine neue Seife.

Der Leim wurde einfach in den Dividor getrichtert. Eine tolle Idee, die ich auf einem Blog entdeckt habe. Danke der Ideengeberin dafür.






Hier habe ich das Mittelstück umgedreht, es sieht von hinten schöner aus als von vorne :-)










Es entstand auch gleich noch (wie so oft) aus dem gleichen Leim ein zweites Seifchen.

Aus meinem Haggisseifenleim habe ich noch eine Platte gegossen und versucht sie zu einer Spirale zu rollen. Diese Spirale habe ich dann in die Blockform gelegt und mit dem noch ziemlich flüssigen Leim der Sonrisa eingegossen. Oben drauf kamen noch ein paar Haggiskugeln. Ich finde sie sieht lustig bunt aus und gefällt mir sehr.









Nr. 20 Haggis

Diese Seife könnte auch den Untertitel haben: Seifeln zum Abgewöhnen oder Wie eine Seife nicht aussehen sollte.

In der Familie tauchten unter großem Spaß alles möglichen Namensvorschläge auf. Das ging von Trollrotz über Popelwash bis hin zu dem Namen der dann blieb: Haggis. Wer sich in der schottischen Küche auskennt weiß was ich damit meine.

Wie auch immer, meine Haggis sollte meine erste OHP werden. Also eine Heißverseifung im Backofen. Ich mischte die Lauge, schmolz die Fette, gab die anderen Fette dazu, dickte den Seifenleim an und steckte ihn für 1/2 Stunde bei ca. 100 Grad in den Backofen. Es sah alles aus, wie ich es von anderen Fotos kannte. Meine Seife hatte eine schöne Gelphase, auch das "Vaselinestadium" war ok, die "Elefantenhaut" klappte auch und der Küsschentest wurde bestanden. Es kam dann noch ein schöner Schuß Schafmilchjoghurt in die Seife und sie war auch schön cremig. Bloß die Farbe - ich wusste nicht recht. Ich versuchte dann noch einen Teil der Seife mit dem Pigment Ultramarinblau zu färben. Aber blau wurde das auch nicht.

So blieb mir nichts anderes übrig als diesen Batz in die Blockform zu schütten. In meiner Verzweiflung kippte ich noch Seifenschnipsel und ein paar Seifenkugen dazu. Das war dann allerdings die Krönung der Katastrophe. Es entstand ein scheußlich grünbeigebraunes Etwas. Ich glaube OHP ist erstmal nicht meines :-)

Sie ist auch nach wie vor etwas weich und von der Konsistenz her wie Rohmarzipan. Mal sehen ob und wann sie durchhärtet.

Verwendete Öle:
Kokosöl
Palmöl
Rapsöl
Olivenöl
etwas Mandelöl
etwas Rizinusöl
etwas Jojobaöl

Verwendeter Duft: Frangipani mit etwas Zitrone - was aber überaus lecker riecht.






Dienstag, 9. November 2010

Nr. 19 Esmeralda

Ich liebe es ältere Seifen in neue Seifen zu verwandeln. Für diese Seife habe ich ein paar Stücke von der Provinzia mit einem Schäler zu kleinen Kringeln geschnitten.

Diese Kringel habe ich dann in meinem Dividor "gestellt" und mit Seifenleim übergossen. Nächstes Mal werde ich es umgekehrt machen, erst den Seifenleim in den Dividor und dann die Kringel eindrücken. Dieses Mal sind mir meine Kringel nämlich davon geschwommen und ich hatte zu tun, dass sie stehen bleiben.

Leider hatte ich mich in der Seifenmenge verschätzt und es wurde nur eine etwa 1,5cm hohe Schicht. Als diese Seife fest war, habe ich sie ausgeformt, in Stücke geschnitten und die überstehenden Kringel (für die der Leim nicht gereicht hat) abgeschnitten. Die Seifenstücke zurück in den Dividor gebastelt und mit neuem Leim übergossen. Ein wenig des neuen Leims habe ich gefärbt und meine Marmorierstudien fortgesetzt. Dieses Mal ging es ganz gut und ich habe meine erste Mamorierung geschafft, mit der ich einigermaßen zufrieden bin.

So hat mein Seifchen jetzt zwei verschiedene Seiten, riecht ganz toll und kann jetzt in Ruhe vor sich hinreifen. Wenn sie fester ist, werde ich sie nochmal ein wenig aufhübschen und ich bin ganz glücklich.

Verwendete Öle
Palmöl
Kokosöl
Traubenkernöl
Mandelöl
Sojaöl
Erdnussöl
Sheabutter
Rizinusöl
und ein wenig Jojobaöl

Duft: Geraniumöl, Palmarosaöl und ein paar Tropfen Patchouli

Farben: eine Mischung aus Pigment rot und ultramarinblau













Samstag, 30. Oktober 2010

Nr. 18 Provinzia

Ich wollte mal wieder das Marmorieren üben. Übung macht den Meister, gell. Es ist ein hübsches Dividor Seifchen entstanden. Sie durftet herrlich spritzig nach Kräuterwiese und Zitrone. Der Leim dickte ziemlich schnell an und das Marmorieren ging wieder nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Macht aber nix, ich mag die Seife trotzdem. Als ich die Krümel an meinen Händen abgewaschen habe hat sich auch gleich ein toller Schaum gebildet.

verwendete Öle
Olive
Palmöl
Kokosöl
Rizinusöl

dazu etwas Babypuder

Farbe: maigrün, grünblau, gelb-maigrün

Duft: Kräuterwiese und Lemondream















Auch hier wurde der übrige Leim wieder in die Blockform verfrachtet. Da der Leim schon sehr dick war habe ich ihn einfach Fleckenweise eingefüllt. Das Ergebnis gefällt mir sehr und die Farben haben sich toll entwickelt.







Nr. 17 Konfetti

Die Leimreste meiner Sternseife wurden gleich wieder in ein neues Seifchen verwandelt.
Dazu habe ich eine der "Salina"Seifen in kleine Würfel geschnitten, diese in dem hellen Leim in meiner verkleinerten Blockform versenkt. Am nächsten Tag, als ich die Sternseife weiter machte, kam oben eine Schicht orange farbener Leim auf die Seife.







Sonntag, 24. Oktober 2010

Nr. 16 Zimtstern

Weihnachten kommt schneller als man denkt. Deshalb wollte ich eine weihnachtliche Seife sieden, die fein nach Zimt und Vanille duftet. Das färbende Problem mit dem Vanilleöl habe ich ja schon erwähnt, so habe ich diese Eigenschaft in meinen Plan mit eingebaut.

Es hat alles so geklappt wie ich es mir ausgedacht habe und nach der Reifezeit wird diese Seife bestimmt schön schäumen und nette Geschenke abgeben.

Den inneren Stern habe ich getrichtert. Als Farbe habe ich nur das PÖ verwendet.
Als Form für den Stern habe ich mir aus einer stärkeren Folie einen Stern gefaltet, der genau in die Chipsdose passte, die ich als Form verwenden wollte. Diese "Sternröhre" habe ich mit Klebeband verschlossen und den hellen Leim abwechselnd mit dem Vanilleleim eingetrichtert. Die volle Sternform habe ich über Nacht stehen lassen und am nächsten Tag ausgeformt.






Die ausgeformte "Sternstange" habe ich wieder in die Chipsdose gestellt, etwas Leim angerührt, mit Paprikaöl gefärbt und in die Chipsdose gefüllt. Deckel drauf und wieder über Nacht stehen lassen.
Ausgeformt sah die Rolle dann so aus. Die kleinen Löcher sind entstanden, weil beim Ausformen doch ein wenig Leim an der Dose hängen blieb. (Ich war wieder zu ungeduldig)



Die große Rolle habe ich dann in Scheiben geschnitten und das war das Ergebnis: